Mobilfunk und die Irrationalität des Menschen
März 9th, 2009
Gestern habe ich drei eMails erhalten von einem Menschen, der behauptet, ich machte mit der Angst Geschäfte.
Er verbirgt seine Vorwürfe hinter digitaler Anonymität und unterstellt mir, ich erzielte mit dem Thema Mobilfunk Profit. Er sagt, damit es viel Geld sei, schürte ich Ängste.
Von dieser Fehleinschätzung war er auch nicht abzubringen, als ich ihn korrigierte und erklärte, es sei nicht so – im Gegenteil, ich habe einen fünfstelligen Betrag in die Arbeit investiert:
Ich kläre auf und verkaufe keine Pseudolösungen wie Chips usf. Denn mir ist an einer echten Lösung gelegen. Alles andere ist unethisch. (vgl. Handies und Entstörsymbole)
Dieser Mensch brachte im Rahmen der Kommunikation auch noch Jesus ins Spiel und „seinen Gott“. Er sagte sinngemäß: Jesus liebt alle und „sein Gott“ vergibt. Das ist eine interessante psychologische Abwehrform:
Die fehlende Bereitschaft zur Einsicht in die Nebenwirkungen des Mobilfunk wird kompensiert durch einen Gott, der besser ist als andere und durch einen Erlöser, der für abweichendes Verhalten der Menschen bezahlt, der liebevoll jedes Fehlverhalten durchgehen läßt.
Was stecken da denn für kranke Allmachtsphantasien dahinter? Ich antwortete im letzten Mail:
„Wenn Ihr Gott Ihnen vergibt – offensichtlich haben Sie einen Privatgott – dann soll er das tun. Aber die Fehler selbst werden Ihnen nicht vergeben.“
Warum sollte Gott für die Einsichtsunwilligkeit eines oder mehrerer Menschen die Naturgesetze opfern? Das wird er wohl nicht tun. Der Gott, den ich kenne, fordert von uns, das Richtige zu tun. Und das Falsche zu lassen. Und er wird, wenn wir das Falsche tun, nicht die medizinische Physik ändern, damit wir weitermachen können wie bisher.
Dieser Gott wird warnende Boten schicken. Das werden keine uninformierten Gefühlsmenschen sein oder geschäftstüchtige Mobilfunk-Gewinner. Das sind sehr klare Menschen. Sie werden die Menschen sachlich, auf hohem Niveau und dennoch verständlich informieren.
Und wenn die Menschen weitermachen wie bisher, wird die schädigende Wirkung eintreten, denn „die Fehler selbst werden ihnen nicht vergeben.“
Meine ganze Arbeit beruht übrigens auf dem Gegenteil von Angstschüren: Ich sage, was ich sage, nicht, damit die Menschen Angst kriegen, sondern, damit die Menschen durch ihre Angst hindurchfinden.
Dazu muß sich der Einzelne aber der Angst stellen. Keiner, der sich vor der Angst hinter Größenphantasien oder Verdrängungsmustern versteckt, kommt bei seiner Seele an. Wer nicht bei seiner Seele ankommt, lebt außerhalb von Gott. Da hat er dann ein echtes Problem.

Grauenvolles Thema. Die Nazis. Ein normaler Mensch kann eigentlich nicht nachvollziehen, was uns Deutschen da passiert ist, vor 75 Jahren.
Wolf Büntig ist psychotherapeutischer Arzt. Nach eigenen Aussagen hatte er während seines Studiums Wahrnehmungen, die über die Sinne hinausgingen – er konnte Spiegelungen im Wasser ausblenden und auf den Grund eines Gewässers sehen.